IQ Capital - Proptrading

Das neue Jahr hat langsam Fahrt aufgenommen, die Propfirmen unterstützen die Bemühungen der Trader/-innen mit attraktiven Rabattaktionen und sicher sind auch einige dabei, die das Vehikel Remote Proptrading als ihre Chance zum weitgehend risikofreien Einstieg in eine erfolgreiche Tradingkarriere sehen. Mit Geduld und Risikomanagement lässt sich bekanntermaßen viel erreichen. Leider scheitert die Masse und finanziert damit den Propfirmen ein erträgliches Auskommen.

Diese Woche nun hatte mein Lieblingspodcast Titan of Tomorrow den Co Founder von Tradeday, Steve Miley zu Gast.

Screenshot YouTube Titans of Tomorrow

In dem aktuellen Ausschnitt sprechen die beiden darüber, was erfolgreiche Händler von den Einzahlern unterscheidet. Das Ergebnis ist vorhersehbar und wird durch viele andere Analysen bestätigt. So hatte z.B. Phidias die Daten von 19.000 Tradern ausgewertet kam zu einem vergleichbaren Fazit.

Was also zeigen die Ergebnisse bei Tradeday?

Dazu eine kurze Zusammenfassung des Videotranskript:

Kernprobleme: Warum Trader scheitern

  1. Verzerrte Risikowahrnehmung:
    • Bei Prop-Firm-Accounts (z.B. für 100$ kaufen) ist das Verlustrisiko oft abstrakt (z.B. „2.000$ Verlustgrenze“). Da man den Account einfach für wenig Geld zurücksetzen kann, gibt es kaum Verantwortungsgefühl oder richtiges Risikomanagement.
  2. Overtrading:
    • Dies ist das weitverbreitetste Problem.
    • Trader nehmen zu viele Positionen ein oder handeln mit zu großen Positionsgrößen.
    • Sie setzen ihre Accounts unnötigen Risiken aus.
  3. Ungeduld & „Instant Gratification“:
    • Es herrscht ein großes Verlangen nach Geschwindigkeit: Trader wollen Challenges oft in einem Tag statt in den vorgegebenen 5–15 Tagen bestehen.
    • Dieses Verhalten wird als „Würfeln“ beschrieben, nicht als echtes Trading.
    • Die Ungeduld wird durch Gesellschaft und Social Media verstärkt, wo alles sofort verfügbar sein soll.
    • Der Treiber ist oft FOMO (Fear Of Missing Out), nicht unbedingt Gier.
  4. Falsche Perspektive auf Chancen:
    • Anfänger überschätzen die Einzigartigkeit einer Handelsgelegenheit („diesen Trade gibt es nie wieder“).
    • Erfahrene Trader wissen: Der Markt bietet täglich und ständig neue Chancen. Einzelne Trades sind im Kontext einer langen Karriere unbedeutend.

Erfolgsmuster profitabler Trader

  1. Zeithorizont:
    • Erfolgreicher sind tendenziell Trader mit einem etwas längeren Zeithorizont.
    • Sie halten Trades über mehrere Minuten bis zu 20–30 Minuten, anstatt extrem kurz (Scalping) zu handeln.
  2. Nachhaltigkeit vs. kurzfristige Gewinne:
    • Sehr kurzfristig handelnde Scalper können zwar Challenges bestehen und Auszahlungen erhalten, schrotten dann aber oft schnell ihre Accounts wieder.
    • Das Muster ist oft: Gewinnspitze → Verlust → erneute Challenge-Kauf.
    • Langsames und stetiges Trading führt zu mehr Langlebigkeit und Erfolg.
  3. Technische Limitierungen:
    • Die Plattformen von Prop Firms sind nicht für Hochfrequenzhandel (HFT) oder sehr schnelles Scalping ausgelegt.
    • Professionelle Hedgefonds haben direkte Anbindungen an Börsen (minimale Latenz), während ein Retail-Trader mit einer Mausklick-Verzögerung keinen Vorteil haben kann.

Demografische und kontospezifische Muster

  1. Account-Größe:
    • Größere Accounts schneiden tendenziell besser ab.
    • Mögliche Gründe:
      • Die Trader sind finanziell besser gestellt, haben weniger Druck und können gelassener („Wait-and-See“) agieren.
      • Bei kleineren/ günstigeren Accounts sind die Trader möglicherweise verzweifelter oder unter größerem finanziellen Druck, was zu emotionalen Entscheidungen führt.
  2. Demografie (mit Vorbehalt):
    • Ohne verallgemeinern zu wollen, wird beobachtet, dass die asiatische Community überdurchschnittlich erfolgreich zu sein scheint (basierend auf Namensanalysen in den Firmendaten).
    • Es wird betont, dass dies eine grobe Beobachtung und keine absolute Aussage ist.

Learnings & Ratschläge

  • Risikomanagement ist entscheidend – auch bei Prop-Firm-Accounts mit scheinbar „billigem“ Risiko.
  • Geduld haben: Den Prozess respektieren und nicht alles an einem Tag erreichen wollen.
  • Overtrading vermeiden: Weniger Trades mit angemessener Größe sind besser als viele, übereilte Trades.
  • Längerfristige Perspektiven (Minuten bis halbe Stunden) sind für die meisten Retail-Trader nachhaltiger als Micro-Scalping.
  • Emotionen kontrollieren: Besonders finanzieller Druck (häufig bei kleineren Accounts) führt zu schlechten Entscheidungen.


1. Erfahrungen bei Tradeday – Allgemeine Beobachtungen

  • Zeitdruck: Die Challenges wurden von ursprünglich 15 Tagen auf teilweise nur noch 5–7 Tage verkürzt. Viele Trader wollen sie jedoch in nur einem Tag abschließen.
  • Wiederholtes Scheitern: Viele Trader durchlaufen einen Zyklus:
    Challenge bestehen → Auszahlung erhalten → Account schnell verlieren → neue Challenge kaufen.
  • Skalierung: Größere Accounts (höhere Investition) performen tendenziell besser als kleinere.

2. Welche Trader sind profitabel? – Erfolgsprofile

MerkmalBeschreibung
ZeithorizontHalten Trades mehrere Minuten bis 30 Minuten, handeln also nicht ultra-kurz (Scalping).
HandelsstilNicht-scalpend, geduldig, mit Fokus auf wenige, qualitativ hochwertige Setups.
RisikomanagementGehen keine übermäßig großen Positionsgrößen ein und vermeiden Overtrading.
PsychologieGelassen, ohne „Instant Gratification“-Mentalität. Können warten, bis sich Chancen bieten.
Account-GrößeTrader mit größeren Accounts (mehr Eigenkapital/ernsthaftere Investition) sind erfolgreicher.

3. Warum scheitern so viele? – Hauptgründe

GrundErläuterung
OvertradingHäufigstes Problem: Zu viele Trades, zu große Positionsgrößen, zu häufiges Handeln.
Ungeduld & ZeitdruckWollen Challenges in 1 Tag statt in 5–7 Tagen schaffen → erhöhtes Risiko, Würfelmentalität.
Falsche RisikowahrnehmungWeil der Account nur z.B. 100$ kostet, wird das virtuelle Verlustlimit (z.B. 2.000$) nicht ernst genommen.
Scalping auf ungeeigneten PlattformenTradeday-Plattformen sind nicht für Hochfrequenzhandel ausgelegt → Latenznachteil gegenüber professionellen Systemen.
Emotionen & DruckBesonders bei kleineren Accounts: Finanzielle Verzweiflung führt zu emotionalen, unüberlegten Entscheidungen.
FOMO (Fear Of Missing Out)Getrieben von der Angst, Chancen zu verpassen → führen Trades außerhalb des Plans aus.

4. Zusammengefasst: Erfolg vs. Scheitern

Erfolgreiche TraderScheiternde Trader
Handeln mit Geduld & PlanWollen alles schnell & heute
Respektieren Risiko & LimitsVernachlässigen Risiko (weil „billig“)
Wenige, hochqualitative TradesViele, impulsive Trades
Längere Trade-DauerUltra-kurz (Scalping) oder ungeduldig
Größere Accounts, weniger DruckKleinere Accounts, höherer finanzieller Druck

5. Empfehlung von Tradeday (implizit)

  • Vermeide Scalping, wenn du nicht über institutionelle Infrastruktur verfügst.
  • Nutze die gegebene Zeit (5–7 Tage) – dränge nicht auf 1 Tag.
  • Behandle Prop-Accounts wie echtes Geld – auch wenn das Risiko abstrakt erscheint.
  • Entwickle eine „langsam und stetig“-Mentalität anstatt nach schnellen Gewinnen zu gieren.

Abschließende Einschätzung:
Laut Tradeday-Erfahrung scheitern die meisten Trader an psychologischen Faktoren (Ungeduld, Overtrading, falsche Risikoeinschätzung) und nicht an mangelndem Marktwissen. Die erfolgreichen Trader sind jene, die Trading als professionellen, disziplinierten Prozess betrachten und nicht als „Quick Rich“-Spiel.

Soweit also die chinesische KI zu dem Interview.

Kenn ich alles, ist nix Neues

… würdest Du wahrscheinlich sagen.

Jo, ist nichts Neues und jeder, wirklich jeder, der es gut mit Dir und Deinen Propaccounts meint predigt nicht umsonst – slow and steady. In der deutschsprachigen Community möchte ich hier mal die Jungs von ALFA Trading loben. Benjamin macht nicht nur einen tollen Job auf dem YT Kanal, sondern drängt seine Kundschaft auch in die richtige Richtung. Wer seinem Rat folgt, kann bei Propbuden eigentlich nichts verkehrt machen.

Die Realität ist aber eher diejenige, die Steve Miley beschreibt. Die Masse ist Einzahler, auch diejenigen, die Auszahlungen erhalten haben. Er spricht von den Zyklustradern…

Wiederholtes Scheitern: Viele Trader durchlaufen einen Zyklus:
Challenge bestehen → Auszahlung erhalten → Account schnell verlieren → neue Challenge kaufen.

Wenn Du also in 2026 nicht zu den Einzahlern gehören willst und die Ratschläge Miley & Co annimmst, dann hast Du natürlich die Chance, den Start ins neue Jahr mit Rabatten preiswert zu gestalten.

Tradeday mit 40 % und ohne PA Fee

Tradeday hat dazu aktuell die Neujahrsaktion verlängert und bietet die Accounts mit 40 % Rabatt und ohne Aktivierungsgebühr an. Handeln könnt ihr bei Tradeday nicht nur die Index- und Rohstoff Futures, sondern auch Bonds. Wer sich also etwas breiter aufstellen möchte, kann dies mit Tradeday tun. Neben Takeprofittrader sind auch bei Tradeday Zinsfutures willkommen.

Fazit:

Frei nach Balu – probiers mal mit Gemütlichkeit. Also weniger scalps, mehr saubere typische Daytrades. Weniger ist mehr.

Viel Erfolg im neuen Jahr.