IQ Capital - Proptrading

Vor nunmehr drei Jahren habe ich angefangen, diesen kleinen Blog zum Thema Remote Proptrading zu führen. Mein altes Projekt zum Thema Social- und Copytrading begleitete mich 10 Jahre. In Summe also 13 Jahre Bloggerei auf dem Buckel. Standen von 2012 bis 2022 CFDs und Forex im Mittelpunkt, so sind es seit 2022 nun Futures. In dieser Zeit hatte ich die Gelegenheit, viele interessante und kollegiale Kontakte zu knüpfen. Sowohl zu Händlerkollegen/-innen, als auch zu den Vertretern der Industrie. Ich bin den Teams von ayondo, eToro und wikifolio heute noch sehr dankbar für ihre Unterstützung und die Einblicke auf die andere Seite des Wassers. Gleiches gilt für das Gründerteam von The Trading Pit mit Christoph Radecker und Thomas Heyden. Was ich in den letzten Jahren erlebt und erfahren habe ist andererseits aber ernüchternd, wenn man sich der Erfolgsbilanz der Kunden widmet. Ich habe mich dieser Tage einmal wieder bei etoro eingeloggt und meine alten Watchlisten der Popular Investors durchgeblättert. Wer von den Personen ist noch aktiv und wie sind die Ergebnisse der Händler/-innen. Lange Rede kurzer Sinn – niemand. Null, nada, niente… Das gleiche trifft auf die Forex Freaks bei MQL5 und vergleichbaren Portalen zu. Einzig einige Redakteure auf wikifolio.com überzeugen weiterhin mit guter Performance, wenngleich bei teilweise nicht unerheblichem Drawdown.

Was ist die Quintessenz des Ganzen – Trading ist ein schwieriges Geschäft, der Investor lebt ruhiger.

Was treibt die Leute also zum Trading… der Kick, die Gier, das schnelle Geld, das Ego?

Kann man mit Trading erfolgreich sein – ja sicher, wenn man seine Stärken und Schwächen kennt, geduldig und vor allem diszipliniert ist. Und genau dort sitzt der Fehler, vor dem Bildschirm. Zu ungeduldig, zu undiszipliniert, zu egoistisch, zu unterkapitalisiert und brachial überhebelt.

Was war es für ein Aufschrei, als die ESMA die Regularien für CFDs knallhart anzog und die maximalen Hebel stark reduzierte. Nichts mehr mit Hebel 100 oder 400 im CFD Konto, runter den Spaß auf 30 oder gar 10. Was war das Ergebnis…. einige wichen auf Offshore Buden in der Südsee aus, wo sie eh keinen Cent ihrer Kohle wiedersehen, andere zockten mit Zertifikaten, bei denen sich die Emittenten dumm und dämlich verdienen. Die große Mehrheit arrangierte sich mit den neuen Gegebenheiten und war eher betrübt über das faule Ei von Binding. Die Regelung zur Verlustverrechnung für Termingeschäfte war im Grunde der Start für mich, diesen Blog ins leben zu rufen, denn es gab eine sinnvolle Alternative.

Remote Proptrading als steuerfreundliche Alternative zum Eigenhandel

Remote Proptrading bei Firmen wie TopStep oder OneUp boten sich zum damaligen Zeitpunkt gerade auch für deutsche Trader/-innen an, das leidige Thema Verlustverrechnung für Termingeschäfte zu umgehen. Handel in einem Simulationskonto gegen eine kleine Gebühr und bei Erfolg gibt es eine Beteiligung an den erzielten Gewinnen. Das klingt zwar nicht so sexy für viele wie Handel mit Eigenkapital, aber das Ergebnis zählt. Wie das Kind dann heißt, ist völlig Banane und dient nur der Egobefriedigung. Was jedoch jeder nüchtern Denkende eigentlich als Chance begreifen sollte, entwickelte sich binnen kurzer Zeit zu einem der größten Casinos. Ich muss gestehen, ich habe zwar mit einem Schub der Anbieter in dem Sektor der Futures- und CFD Propfirmen gerechnet, aber nicht in diesem Ausmaß. Waren es vor 5 Jahren noch gut eine Handvoll Firmen mit Topstep, Earn2Trade, OneUp, LMI, Leeloo und FTMO, so explodierte diese Zahl regelrecht in den letzten 3 Jahren. Auf der WoT 2019 war FTMO noch mit einem sehr kleinen Stand bescheiden vertreten. Gegenüber war der Stand von Admirals. In 2024 war FTMO der Eyecatcher schlechthin auf der WoT. Admirals spart an allen Ecken und hatte sich ja zeitweise komplett aus Deutschland zurückgezogen. Proptrading, egal ob mit CFDs oder Futures hat sich als ein lukratives Geschäft für die Firmen entwickelt, die ihre Zahlen kennen und entsprechend kalkulieren können. Es ist eben noch oft ein großes Pyramidenspiel und der letzte zahlt die Zeche… Kappungsgrenzen bei Auszahlungen und Transfer in Livekonten sind für viele unumgänglich, um nicht in die Pleite zu schlittern, denn das dicke Geld zieht eben auch viele schräge Vögel an, die das System gnadenlos ausnutzen. Die Folgen waren und sind ständige Regelverschärfungen und Angebotswechsel der Firmen. Dies ist natürlich eine Folge dessen, dass einige Newcomer natürlich kein statistisch belastbares Zahlenwerk haben, dass ihr Überleben sichert. Womit wir eigentlich zum Ende der Vorrede und zum Hauptthema kommen.

Hast Du ein statistisch belastbares Zahlenwerk?

Die Voraussetzungen sind glänzend und die Möglichkeiten, sich weitestgehend risikofrei als Trader/-in auszuprobieren und zu entwickeln sind hervorragend. So etwas gab es noch nie und leider schmeißen viele diese Chance achtlos in die Ecke.

Warum? Siehe oben… der Fehler sitzt vor dem Bildschirm, ist zu gierig, will alles am liebsten schon gestern und nach Möglichkeit wenig dafür tun.

Soweit ich mich entsinne, lag die durchschnittliche Größe eines CFD Kontos bei ca. 1.500 bis 3.000 Euro. Je nach Jahr und Broker. Der CFD Verband veröffentlich dazu regelmäßig Daten und in den Geschäftsberichten der Broker kann man es auch nachlesen. Was machen aber die meisten Trader – Erdung und Nachschuß – Erdung und Nachschuß…

Die häufig zitierte 90-90-90 Regel. Bei den Propfirmen ist es nicht anders. Challenge, Reset, Challenge, Reset, Challenge etc. Schafft man es dann im 10.+ Anlauf zum „Funded Account“, geht die Masse in der ersten Woche broke… Die Emotionen spielen einen Streich und der Spaß geht von vorne los.

Der Hype wird natürlich befeuert von allen möglichen Influencern auf YouTube oder Instagram. Namen wie Patrick Wieland oder Kyle (Damn Good Trading) sind nur zwei Beispiele für dieses Riesengeschäft. Die beiden gehen mit ihren Auszahlungen hausieren, aber kaum jemand schaut mal hinter die Fassade. Wieviel Challenges wurden gekauft, wieviel Funded Accounts geschrottet. Es sind hunderte, nicht einhundert, nicht zweihundert sondern bis teilweise über die Schallgrenze, geakuft mit dem Geld der Kunden… Affiliateprovisionen. Die Jungs wollen Dir was von Proptrading beibringen. Jeder, der bis drei zählen kann, tritt erstmal einen Schritt zurück und fragt – geht’s noch? Woher soll ich die ganze Kohle nehmen, die Du hast?

Beginnen wir also mit den Basics. Wie sicherst Du Dein Überleben, denn erst einmal geht es nur darum. Es ist völlig egal, welche Strategie oder Setups Du hast. Entscheidend ist, sie hat einen positiven Erwartungswert. Das kannst Du natürlich nur durch Screening und Research herausfinden, also viel Arbeit, viel Zeit… Der Kern ist aber, Du bist Risikomanager, nichts anderes. Bist Du in der Lage, im entscheidenden Moment den Flatten all Button zu drücken und die Kiste auszumachen? Wenn nicht, dann trainiere es. Auch das kostet Zeit.

Wann ist Schicht im Schacht?

Ganz einfach, wenn Dein tägliches Risikolimit erreicht ist. Genau daran scheitern die meisten. Ich nehme mich selbst da gar nicht aus, denn ich habe in der Vergangenheit auch das Limit ignoriert oder mal kurz verschoben. Das ist tödlich.

Was aber ist Dein Risikolimit? Im Handel ein Prozentsatz Deines verfügbaren Drawdowns und für die Tradingreise selbst Dein Budget. Zum zweiten Teil etwas später. Der erste Teil jetzt.

Der Hebel im Trading

Viele machen sich leider keine Gedanken über die Hebelwirkung im Derivatehandel. Die CFDs in der EU sind inzwischen auf ein erträgliches Maß herunter reguliert. Wie sieht es aber bei den Futures aus?

Futures werden auf Margin, also Sicherheitsleistung gehandelt. Die Höhe der Margin legen die jeweiligen Terminbörsen fest und je nach Broker gibt es unterschiedliche Angebote für die Intradaymargin.

Beispiel ES Mini Future:

  • Kurs aktuell 6.471,50 Punkte
  • Punktwert 50 $
  • Kontraktwert 323.575 $
  • Maintenance Margin ca. 21.000 $
  • Hebel 15,4
  • Intraday Margin bei z.B. Ninjabrokerage oder AMP 500 $
  • Hebel 647 !!!

Du bist also mit einem Hebel von 647 unterwegs…

Jetzt frage Dich einmal, warum die Intradaymargins bei Interactive Brokers um ein Vielfaches höher sind, als z.B. bei AMP Futures, Stage5 oder Ninjabrokerage. Für die Kunden sind diese Firmen natürlich auf den ersten Blick attraktiver, da mit weniger Margin mehr bewegt werden kann. Das kann aber sehr fix ins Auge gehen, wenn man sich die Friedhof Events der letzten Jahre ansieht. Der eine oder andere Broker ist schon über die Klinge gesprungen, andere fast.

Und nun erlauben Dir die wunderbaren Casinostuben in einem sogenannten 50k Account mit einem Drawdown von 2.500 $ bis zu 10 Kontrakte davon zu handeln. Das dies mit der Realität nichts zu tun hat, liegt auf der Hand. Volle Lotte 10 Kontrakte und 5 Punkte gegen Dich ist das Spiel vorbei. Mit einem Kontrakt hast Du 50 Punkte Luft. Ein Tweet von Onkel Donald reicht und es ist vorbei mit der Propkarriere… Schlimmer noch sieht es in der Wildsau NQ aus. Lustigerweise wollen die meisten ausgerechnet den Nasdaq Future traden. Ein Hang zum Masochismus ist dort nicht abzusprechen. Ist ja nicht so schlimm, kostet ja nix, nächste Challenge…

Und bumm, hat man Dich gefangen…

Wie also sinnvoll beginnen?

Ja, ich habe auch viel Fehler gemacht und mich „verführen“ lassen, teilweise den Pfad der Tugend verlassen, der mich zu meinem noch bestehenden ersten Performance Account bei Apex gebracht hatte, Das Teil existiert jetzt 3 Jahre und er lebt noch. Begonnen hatte ich bei Topstep zu einer Zeit, als dort noch keine Micros handelbar waren. Das Ergebnis war vorhersehbar – zwei Combine futsch und erstmal Abstand. Mit 2.000 Drawdown und nur Minis verfügbar war das noch nicht meine Baustelle. Dann zu OneUp und nach drei Anläufen ein Funded Account bei MES. In einem Anflug von Wahnsinn dann im Skiurlaub bei trauriger Internetverbindung und Laptop geerdet. Den Ärger darüber kenne ich heute noch. Also mal Plan gemacht und neu gestartet bei Leeloo und Apex. Inzwischen waren die Micros auch vom Handelsvolumen eine Größe an der CME geworden und damit ein Instrument, risikoadjustiert kleine Accounts traden zu können. Damit sind wir beim Stichwort der Headline – Micros. Die Microfutures sind ein Segen für jeden stinknormalen Retailer. Ja, sie sind teurer, aber sie geben Dir das, was Du brauchst – die Möglichkeit, Risiken zu managen.

Die wichtigste Botschaft ist – vergiss die Minis !!! Ja, sie können sehr schnell zum Ziel führen und ja, auch ich habe einige meiner Accounts mit Minis binnen kurzer Zeit hochgehandelt. 150k Challenge in 1 oder 2 Tagen – ja, logisch, geht. Geht aber nicht immer… Nicht replizierbar und damit Bullshit. Also macht man das, was funktioniert. Man handelt Micros. Micros only. Ich weiß, dass ich mit dieser Position recht einsam stehe. Den meisten Trader/-innen wird in dem Coachingrummel vorgemacht, nur mit Minis sei man ein Trader. Micros sind nicht smart genug… Maximal drei von Hundert sind in der Lage, sich so zu disziplinieren, mit Minis erfolgreich zu handeln. Damit meine ich nicht 2 oder 4 Wochen, sondern konstant über mehrere Monate. Wahrscheinlich sind es aber erheblich weniger, denn die Zahlen der Propfirmen lügen nicht. Warum also mit dem Elefant reiten, der Dir erstmal einen Riesenklops ins Konto legt. Mit der Schildkröte kommt man auch voran. Du fällst nicht runter, da die Geschwindigkeit und der Fahrtwind etwas geringer ist. Schildkröten können alt werden, sehr alt… Dasselbe sollte Deinen Accounts widerfahren. Wenn Du ein Risikobudget von 20.000 $ oder 30.000 $ hast, dann kannst Du auf den Elefant wechseln, aber die Masse hat es eben nicht. Du kannst aber dorthin kommen… mit der Schildkröte und ihren Kumpels, den Klonen (Copytrading).

Warum mit Micros handeln?

Wie oben schon einmal gesagt, Du bist Risikomanager, nicht anderes. Du handelst Dein Risikobudget.

Beispiel 50k Account

  • Drawdown 2.500 $
  • Ziel 3.000 $
  • Tagesloss z.B. 250 $ (in allen meinen 50k Accounts habe ich Risikolimit von 150 $)
  • Du hast 10 Tage in Folge, um das Konto zu schrotten

Was kann man handeln?

  • MYM Punktwert 0,5 $
  • MES Punktwert 5 $
  • M6E, MGC, MCL, FDXS

Was ist sinnvoller – ein MNQ oder ein MYM?

  • nutze einen volabasierten Ansatz zur Wahl des Instruments. Wie hoch ist die Schwankungsbreite, also die voraussichtliche Handelsspanne mit Hilfe der ATR – Average True Range.
  • MYM hat eine ATR auf 5 Tage von 500 Punkten – also 250 $
  • MNQ hat ATR (5) von 260 Punkten – also 520 $
  • Quizfrage – welches Instrument passt ins Budget

Optimal sind 150k Account oder 250k Account

  • Drawdown 5.000 $ bzw. 6.500 $
  • Riskbudget 250 $ pro Tag
  • 20+ Tage bis zum Kontotod, das schaffst Du nicht – wenn doch, dann bist Du noch nicht reif genug dafür – also üben

Ja, aber das dauert doch so lange…

Ja, für den 150k Account brauchst Du 9.000 $ und im 250k sind es 15.000 $. Das geht nicht in 10 oder 20 Tagen. Aber in 40 oder 60 Tagen. Die Zeit ist Dein Freund,

Hier einmal eine 250k Apex Challenge aus dem letzten Jahr.

Apex 250k

Den Account hatte ich vor einem Jahr funden lassen (PA 17 bei Apex Trader Funding). Handelszeit 6 Wochen. Gut, etwas Gas gegeben zwischendurch, weil ich an 2 Tagen mal Minis gehandelt hatte. Ansonsten aber ausschließlich Micros.

Realistischerweise sollte man 2 bis 3 Monate ansetzen für eine 150k Challenge. Also 9.000 $ in 60 Handelstagen mit Micros. Wenn es länger dauert, auch nicht so wild. Sind es eben 4 Monate, who cares…

Und ja, dieser Performanceaccount lebt noch. Ich wäre ja bescheuert, dies aufs Spiel zu setzen.

Es geht natürlich auch kleiner… hier ein 50er Konto – 16 Handelstage, Micros only:

Apex 50k

Dein Budget und Dein Hebel

Stell Dir vor, Du wärst ein typischer Kunde eines CFD Brokers. Hättest irgendwas um die 3k in Deinem Tradingkonto und versuchst, ein paar Euro dazu zu verdienen. Kann man machen. Macht aber wenig Sinn.

Du hast 3.000 Euro oder auch weniger, z.B. 1.000 Euro ist Dein Limit. Was kann man mit 1.000 Euro machen. Man kann damit mal kurz ein CFD Account hochballern oder binnen kurzer Zeit erden, wie die Masse der Kunden. Wir reden nicht von den wenigen erfolgreichen Händlern, die es natürlich gibt, sondern vom typischen privaten „Freizeittrader“.

Mit 1.000 Euro kann man z.B.

  • einen 150k Account mit 80% Rabatt zu 79,40 $ erwerben
  • für die Evaluation nimmt man sich 3 Monate Zeit – 60 Handelstage
  • 3 Monate kosten dann 238,20 $ Evaluierungsgebühr
  • nach 3 Monaten hast Du Dein Ziel erreicht, vielleicht auch erst nach 4 Monaten, macht in Summe 317,60 $
  • Der Performance Account kostet 140 $
  • Du hast also nach 4 Monaten ca. 450 $ ausgegeben
  • Frage Dich bitte, ob Dein CFD Account nach 4 Monaten noch lebt oder wie es ihm geht…
  • Du hast bewiesen, dass Du in 4 Monaten 9.000 $ mit Micros ertraden kannst.
  • Ändere nichts !!! mach so weiter
  • Wir haben August – Im Dezember bist Du funded und kannst loslegen.
  • Wenn Du genauso weiter machst, hast Du im März 2026 eine erste Auszahlung über z.B. 2.000 $

Jetzt hast Du also mit der Hälfte Deines Budgets schon mehr erreicht, als möglicherweise mit einem Minikonto bei einer CFD Bude.

Sobald das erste Konto in den Status des Performance Accounts gewandert ist, machst Du eine zweite Challenge nach dem gleichen Muster. Du kopierst die Trades aus PA 1 in Deine Eva2 … undsoweiterundsoweiter.

Mit Deinem Budget von 1.000 Euro hast Du Ende April 2026 2 Performance Accounts am Start, von denen einer schon 9.000 $ fett ist. Die zweite oder gar dritte Auszahlung wartet.

Warum einen 150k Account? Weil Dein Drawdown dort 5.000 $ ist und du nicht so unter Druck stehst.

Was ist nun mit dem Hebel?

Ganz simpel – die Anzahl der Konten sind Dein Hebel. 10 Performance Accounts mit 1 Micro sind auch 1 Mini. 20 sind 2 etc. Es braucht Zeit, Geduld und Disziplin, den Notausgang zu nehmen. Dein tägliches Risikolimit ist nicht verhandelbar. Punkt. Kiste aus und nächsten Tag neu. Wenn Du das beherzigst, wirst Du kein Konto schrotten. Ich habe noch 3 Performance Accounts von den aktuell 15 dort, bei denen ich am Anfang zu stur war und gleich mit Minis loslegte. Die hängen schwer im Drawdown und ich ärgere mich jedesmal neu darüber, wie bescheuert ich war. Abschießen ist aber keine Option, also werden die auch brav wieder hochgehandelt. Derzeit handle ich 20 Performance Accounts. Nicht alle parallel aber viele davon. Und ja, auch ich habe schon Konten geerdet…mit Minis. 5 bei Apex, 5 bei Leeloo, 1 bei Takeprofittrader, nicht zu vergessen mein MES Konto bei OneUp. Das ärgert mich bis heute, denn ich weiss noch bei jedem einzelnen Konto genau warum. Die negativen Erfahrungen brennen sich eben lange ein. Man muss nur dir richtigen Schlüsse ziehen. Meine Turtlefarm wird also nun gut behütet.

Das kannst Du auch, wenn Du Dir die Zeit gibst, diszipliniert bleibst und Dich von der wahnsinnigen Idee trennst, in einem Account mit 2.500 – 5.000 $ Drawdown Minis zu traden. Die Masse scheitert, auch wenn es nur ein Spiel ist. Denn es ist ein Spiel und hat mit realer Börse Null zu tun. Siehe oben…

Wer es vergessen hat, am 03.04.2025 gab es mal wieder so ein Tag.

Die Intradaymargin für Micros !!! schnippte auf das Niveau der Overnight. Die Minis natürlich auch. Die Poser auf Insta und YT handelten natürlich fleißig Propaccounts…. obwohl das die Margin im realen Leben gar nicht hergab,

Intradaymargin 03.04.2025

Soviel zum Thema Spiel und Realität.

Nutze die Vorteile des Spiels. Wenn Du das beherrschst, dann kannst Du auch locker Dein Eigenkapital handeln, nach Deinen Regeln.

Fazit:

Drei Jahre sind schnell vergangen. Getreu dem Motto, man wird alt wie ein Kuh und lernt immer noch dazu kann ich euch nur empfehlen – löst euch von den Verführungen des schnellen Dollars. Blockt die Minis in euren Accounts, bis diese fett genug dafür sind. Macht euch ein Budget, seid diszipliniert, handelt ausschließlich Micros und baut euch Stück für Stück per Copytrading etwas auf. Du kannst Dir ja auch ein Bildchen mit KI generieren. Eine Schildkröte und ein Elefant, dann zwei Schildkröten und ein Elefant, dann 3,4,5 … bis zur Turtle- Armee von 10 oder gar 20, die den Dicken begleiten. In einem Jahr kommt ihr aus dem Grinsen nicht mehr raus.

Schönen Sonntag noch allen

PA Turtle Army