Wochenende und damit mal wieder Zeit für etwas Belletristik zum Trading. Die Headline scheint erstmal etwas irritierend, aber mir ist zum Thema Payout bei Apex Trader Funding nichts Blöderes eingefallen. Beginnen wir aber von vorn.
Wie konnte Larry Williams den Rekord bei der World Cup Trading Championship aufstellen?
Aktuell erfreut sich wieder die Teilnahme an der World Cup Trading Championship allgemeiner Beliebtheit unter verschiedenen Tradingservices. Spitzenplätze in dem Wettbewerb sind eine gute Reputation für das eigene Angebot und unterstützen natürlich auch ein Marketing in eigener Sache. Wenn dann Teilnehmer mehrfach sehr gut platziert auftauchen, kann es also nicht nur Zufall sein, wie einige gern unterstellen. In den aktuellen Wettbewerben aus 2024 bis heute sind also Trader wie Patrick Nill, Fabio Valentini, Christoph Radecker und Eugen Denisenko aus dem hiesigen Raum zu finden. Alle vertreten neben dem individuellen Können auch wirtschaftliche Interessen. Trade the Traders, TRALGO oder TradingIQ respektive IQ Capital sind mit diesen Namen verbunden. Das ist natürlich völlig legitim und ich kann ausnahmslos alle auch empfehlen. Was jedoch die genannten Teilnehmer des Wettbewerbs auszeichnet, ist eine Gemeinsamkeit. Sie konnten bisher nicht den historischen Rekord von Larry Williams aus dem Jahr 1987 knacken, der damals aus 10.000 Dollar eine Performance von 11.376 % rockte. Also mal locker die Million erreichte. Seine Tochter Michelle wiederholte einige Jahre später den grandiosen Familienerfolg und legte 1.000 % aufs Parkett. Nach diesem Erfolg wurde Larry Williams regelrecht mit Investorengeld zugeschi**en, konnte aber für seine Anleger diesen Erfolg nicht wiederholen. Anders sah es mit seinem privaten Handel aus.
Was war nun das Geheimnis von Larrys Erfolg?
Das führt uns nun zu einem Autor, dessen Name hier schon mehrfach gefallen ist – Brent Penfold. Brent Penfold schrieb ein Büchlein, das ich als das wichtigste Werk in meiner Tradingbibliothek bezeichnen würde.

Wie dem Screenshot zu entnehmen ist, habe ich das Werk vor 10 Jahren gekauft. Es wäre eigentlich nur ein Allerweltswerk in der Tradingliteratur, wenn da nicht etwas Besonderes wäre. Das eigentlich essentiell Wichtigste im Handel -. Risiko- und Moneymanagement. Penfold beschreibt darin in einer Ausführlichkeit dieses wichtige Thema, das in jeder Ausbildung eigentlich an erster Stelle stehen müsste. Sein Kapitel Money Management beschreibt folgende Alternativen:
- Trading eines einzelnen Kontraktes ohne MM
- fixes Risiko
- fixes Kapital
- fixe Relation
- fixe Einheiten
- Williams‘ fixes Risiko
- fixer Prozentsatz
- fixe Volatitiltät
Penfold beschreibt sehr ausführlich die Methode von Larry Williams und gibt die Antwort auf die Frage: Es ist das Moneymanagement, das Larry zum Mond des Tradinghimmels fliegen ließ. Die von ihm benutzte Methode bedurfte starker Nerven und einer tiefenentspannten Konstitution, denn die Drawdowns waren brachial. Er konnte es aushalten, seine Investoren nicht.
Den Literaturhinweis habe ich übrigens von Oliver Klemm aus einem seiner Auftritte bei den IB Days vor 10 Jahren. An dieser Stelle auch nochmals ein herzliches Danke dafür. Apropos – das Murmelspiel aus seinen Webinaren sollte man auch verinnerlicht haben.
Das Geheimnis von Larry Williams war also nicht eine bestimmte Tradingstrategie, Setup etc., sondern schlicht und einfach ein für diesen Zweck ausgerichtetes Moneymanagement.
Es geht im Trading nicht um Eitelkeiten, Rechthaberei und geheime Strategien, sondern schlicht ums Überleben, um im Spiel zu bleiben. Was und wie man handelt, ist eigentlich völlig Banane. Ob Du Futures handelst, CFDs, Schweinebäuche oder Kartoffeln ist völlig egal – Du musst nur morgen noch in der Lage sein, am Spiel teilzunehmen.
Schlagen wir nun einmal den Bogen zum eigentlichen Thema des Blogs – Proptrading bei z.B, Apex Trader Funding. Das Buch von Penfold steht also seit 10 Jahren im Regal und ist nicht verstaubt. Das schöne an einem gebundenen Buch ist, man greift immer mal dazu, nimmt es auch als Urlaubslektüre mit und versucht, durch Wiederholung die Inhalte auch zu verinnerlichen.
Vor einigen Jahren begannen meine ersten Schritte im Proptrading für Futures. Topstep und Oneup waren die Adressaten. Nachdem ich mit den ersten Combines bei Topstep grandios gescheitert war, es gab damals noch keine Microfutures bei Topstep, habe ich mir mal wieder den Penfold gegriffen und einen Plan zum Risiko- und Moneymanagement gemacht. Dazu eine Arbeitshilfe, basierend auf meiner Handelsstatistik erstellt.
Von den verschiedenen Methoden der Skalierung kleiner Konten wählte ich die fixe Relation als die für mich passende Variante aus. Meine Erfahrungen aus dem CFD Handel adaptierte ich auf Microfutures und zauberte mir also ein Arbeitsblatt, das auf meinem Schreibtisch lag. Nach dieser Methodik konnte ich dann auch erfolgreich meine ersten Accounts zum Erfolg und zur Auszahlung führen. Mein Haupthandelsinstrument war damals der MES und ist es auch heute noch.
Ihr findet diese Arbeitshilfe in der Rubrik How to der Menuführung.
Nach meiner Auffassung ist es völlig egal, was ihr handelt und wie ihr es tut. Entscheidend ist nur, dass ihr morgen noch im Boot seid. Was braucht es also?
- eine Handelsidee
- die Handelsidee muss einen positiven Erwartungswert haben
- die Idee muss ausreichend recherchiert und geprüft sein
- je nach Idee und Handelslogik nicht nur ein hingerotzter Backtest mit OLHC Daten, sondern ein tickbasiertes Replay über mehrere Monate
- ein angepasstes Moneymanagement
- last but not least eine Prüfung des Risk of Ruin – also kann ich pleite gehen oder nicht
Kannst Du hinter all das einen Haken machen, dann heisst es also los geht’s. Nun ist die Frage, handle ich diskretionär, halbautomatisch oder vollautomatisch.
Hasenjagd im Katzenkino
Seit ein paar Wochen könnt ihr im Livestream auf YouTube das Wirken meines pelzigen Juniortraders mit der Sonnenbrille verfolgen.

In den Livestreams handelt der Kater sowohl diskretionär mit meiner Hilfe, als auch automatisiert. Eine der Strategien nennt sich BennyDow , benannt nach dem Namen des Katers.
Am Beispiel dieser Strategie kommen wir nun zum Thema der Headline des Artikels
Roadmap zum Apex Payout
Was brauchen wir also:
- eine Strategie
- ausreichend Research und Replay
- ein sinnvolles Moneymanagement
- Prüfung des Totalverlustrisikos
- eine Roadmap der Auszahlungen bei dem jeweiligen Propunternehmen, oder eben alternativ im eigenen Livekonto
- Wir handeln mit der Strategie eine simples Price Action Reversal Pattern im Micro Dow.
- Das Moneymanagement richtet sich nach Fixed Relation (Ryan Jones – The Trading Game) und ist im Penfold ab Seite 156 beschrieben.
- auf Basis der Replaydaten wird eine Monte Carlo Simulation erstellt und mehrere Läufe durch einen Equity Curve Simulator gejagt
- wir prüfen das Risk of Ruin und stellen fest – NEIN, wir können nicht pleite gehen
- Die Payout Roadmap der Proptradingfirma wird erarbeitet – hier Apex Trader Funding
Zwei Fragen bleiben:
- Wie lange brauche ich, um die Ziele mit dieser Strategie zu erreichen
- Welches Startkapital und damit auch – welche Accountgröße des Fremdkapitalanbieters ist erforderlich
In den folgenden Links der Menuführung des Blog findet ihr die Antworten dazu:
- Strategiebeschreibung mit Moneymanagment
- Equitycurvesimulator der Strategie
- Equitycurvesimulator der Strategie mit Skalaierung
- Risk of Ruin
- Roadmap zu 25k Payout
- Roadmap zu 50k Payout
Da ja oft die Frage im Raum steht, wie lange braucht man z.B. für die Strecke xy, nehme ich mal das Ergebnis am Beispiel dieser Strategie und eines 50k Apex Accounts vorweg – siehe Screenshot.

Wenn man also die im Livestream gezeigte Reversalstrategie mit dem empfohlenen Money Management auf den Micro Dow konsequent durchzieht, braucht es ca. ein Jahr, um mit einem 50 k Intraday Trailing PA bei Apex die 6 Payouts je Konto zu erreichen.
Sicherlich kann man das auch im eigenen Account handeln. Die empfohlene Mindestkapitalisierung sollte jedoch 3.000 Dollar nicht unterschreiten.
Wie immer gilt auch hier – keine Handelsempfehlung. Das Beispiel dient ausschließlich zu Bildungszwecken und der Präsentation.
Die vorgestellte Strategie ist natürlich nur eine von mehreren und soll Dir Inspiration und Anregung sein, Deine eigenen Ideen zu entwickeln, zu prüfen und an den Start zu bringen. Die Schritte dazu habe ich hier aufgezeigt und sind in der heutigen Zeit wirklich gut umsetzbar.
Dank KI konnte ich die verlinkten Seiten und Berechnungen an einem Tag fertig stellen, wozu ich sonst wohl Wochen gebraucht hätte. Was Dir jedoch die KI nicht abnehmen kann, ist die eigene Kreativität, Deine eigenen Erfahrungen im Trading. Research und Replay braucht Zeit, viel Zeit. Das nimmt Dir keiner ab. Hast Du aber alles beisammen, dann hast Du einen wesentlichen Vorteil zu irgendwelcher gekaufter Black Box. Du hast Vertrauen in das, was Du tust und das gibt Dir den Halt in Drawdownphasen. Du bist vorbereitet und kennst Dein Risiko.
Es heißt immer so despektierlich – Die dümmsten Bauern haben die größten Kartoffeln. Was dabei aber viele übersehen: der „dumme Bauer“ hält die Dinge einfach und vor allem – er zieht es durch. Er zweifelt nicht und züchtet nicht noch die 10. Ableitung der Kartoffel. Er macht, was funktioniert.
Fazit:
Mit Plan zum Payout bei Remote Propfirmen. Am Beispiel einer simplen Price Action Strategie kannst Du die Möglichkeiten entdecken und für Deine individuellen Bedürfnisse adaptieren. KI hilft Dir dabei, komplizierte Berechnungen in Windeseile zu erstellen und Deine Pläne zeitnah an den Start zu bringen.
In diesem Sinne ein schönes Wochenende































