IQ Capital - Proptrading

Trading mit KI Unterstützung erfreut sich immer größerer Beliebtheit, Die Werkzeuge dazu sind auch für Nicht „Nerds“ inzwischen sehr einfach zu handhaben und mit etwas Kreativität und Erfahrung im diskretionären Handel kann sich eigentlich jeder Händler bzw. Händlerin einen Gehilfen bauen. Entweder zur Analyse und täglichen Handelsvorbereitung oder gar zum halbautomatischen und vollautomatischen Trading.

Im letzten Beitrag bin ich auf mein aktuelles Projekt – Handel im Micro ES mit KI Unterstützung eingegangen. Die vergangenen Tage habe ich genutzt, ein weiteres Tool zu bauen und ein kleines Erklärbär Video zu fertigen. Der geneigte Leser wird sich nun fragen, was soll das Ganze? Die Antwort ist relativ einfach.

Ohne Content kann man irgendwann einen Blog beerdigen. Auch die Besprechung des einen oder anderen Anbieters aus der Propszene mit den entsprechenden Aktionen ist irgendwann ausgelutscht und nicht mehr interessant genug. Nach meiner Erfahrung sind aber immer noch sehr viele User auf der Suche nach Inhalten, die ihren bisherigen Horizont erweitern und vielleicht in eine Richtung schubsen, die ihnen hilft, selbst besser zu werden. Es gibt eine Fülle an frei verfügbarem Tradingcontent. Das Problem ist jedoch bei vielen nicht das Angebot, sondern die individuelle Umsetzung und Disziplin. Warum fahren so viele Tradinginteressierte auf Algos und Bots ab? Weil sie selbst i.d.R. kein individuelles Regelwerk haben und dieses diszipliniert und geduldig, auch mit den dazu gehörenden Drawdowns umsetzen können oder wollen.

Das Projekt KI Trading MES ist eigentlich ein Soll – Ist Vergleich. Man hat eine Strategie, ein Regelwerk, eine Erwartungshaltung für den Handelstag und … wenn die Konditionen eintreffen, entscheidet man im Zweifel doch anders. Man zögert, oder ist zu früh, der Kater latscht über die Tastatur oder sonst etwas sinnloses, was die disziplinierte Umsetzung erschwert oder verhindert.

Der Kollege aus der Matrix kennt das nicht. Der hat seine Regeln und sagt 0 oder 1. Ja oder nein.

Analyse und Nachbetrachtung

Seien wir ehrlich – Stichwort Tradingtagebuch. Ich führe zwar nach wie vor eines, aber nicht mehr so akribisch, wie vor 2 oder 3 Jahren. Vieles ist Routine geworden, man hat einen Blick für die Situationen und nur in besonderen Fällen notiert man sich etwas ausführlicher, was man so alles am Tag gemacht hat.

Anders der Kollege Claudius Maximus. Der erstellt nicht nur die Szenarien des aktuellen Tages, sondern wertet diese auch akribisch aus. Der bescheisst nicht, ist nicht faul und sucht irgendwelche Ausreden, sondern der macht einfach. Das einzige, was ich jetzt machen muss ist ihm zu sagen: Nu mach mal !

Ich denke, das ist dann für die eigene Motivation auch nicht zuviel verlangt.

Was soll das Projekt erreichen

Jeder hat eine andere Erwartung an seinen Handel und nutzt dafür die unterschiedlichsten Hilfsmittel. Das Projekt richtet sich an den typischen Intradayhändler, der nach einem festem Regelwerk und einem strikten Moneymanagement arbeiten möchte, Als Referenzkonto zur Erfolgskontrolle habe ich bewusst einen Account von 2.000 $ gewählt. Dies ist der übliche Drawdown der kleinen Evaluationskonten der Propfirmen. Wer mich bei den Kosten dieser Website entlasten möchte, kann gern die Affiliatelinks benutzen.

Als Basis für die tägliche Analyse werden die Informationen aus dem Market- und Volumenprofil genommen und drei verschiedene Szenarien entwickelt. Diese werden nach Handelsschluss ausgewertet und im Chart visualisiert – mit Zeitstempel. Damit kann jeder transparent nachvollziehen, wann das Szenario zu welchem Kurs umgesetzt wurde und welche P&L danach auf dem Zettel steht. Alle Trades sind im Chart dokumentiert und eine vorher -nachher Betrachtung möglich.

Tradechart MES mit Tagesauswertung

Damit man auch nachvollziehen kann, nach welcher Logik die Szenarien entwickelt werden, steht ein kleines Kompendium zum Market Profile und Orderflow zur Verfügung. Dies deckt logischerweise nur etwas Basiswissen ab und geht nicht auf alle möglichen Details ein. Dieser Part soll dann doch professionellen Coachingservices vorbehalten bleiben.

Nicht zu unterschätzen ist jedoch folgender Aspekt:

Wenn Du kein Vertrauen hast, in das, was Du tust, nutzt Dir die beste „Strategie“ nichts. Das Projekt dient also auch dazu, eine Statistik nach einem präzisen Regelwerk aufzubauen, dies in der Praxis zu überprüfen und damit bei Erfolg VERTRAUEN zu entwickeln. Man kann sich in der Nachbetrachtung immer noch die Frage stellen, ob man den jeweiligen Trade auch diskretionär eingegangen wäre. Nach ein paar Wochen dürfte es dann zum Schwur kommen – wer war besser?

  • Ein Handelsansatz, der eigentlich auf Deinem Mist gewachsen ist, Du aber zu unschlüssig warst, ihn umzusetzen und ihn deshalb auf den Kollege 01 abgewälzt hast,
  • oder aber Du selbst, der sich vielleicht im Marktrauschen verloren hat.

Wer etwas mehr dazu erfahren möchte, kann sich gern das „Einführungsvideo“ ansehen.

Screenshot YouTube

Die Jungs auf dem Screenshot kennen ja die Zuschauer des Livestreams. Sie sind die Namensgeber für verschiedene automatisierte Handelsansätze aus dem Livestream.

Wer auf dem Laufenden bleiben möchte und nicht jedes Mal hier nach dem aktuellen Newsletter suchen möchte, kann sich gern hier anmelden. Dann bekommt ihr ihn täglich per Mail geliefert.

Fazit:

Der Einzug der künstlichen Intelligenz in unser Arbeits- und Alltagsleben hat bereits begonnen. Neben den unbestrittenen Schattenseiten (Stichwort kommende Arbeitslosigkeit in vielen Berufszweigen) gibt es für Trader hervorragende Möglichkeiten, dies in den täglichen Handel einfließen zu lassen und sich bessere Chancen am Markt zu erarbeiten. Auch wenn es im Zweifel nur dazu dient, strukturierter und besser vorbereitet in den Handelstag zu gehen. Das kleine Projekt muss den Praxistest erst noch bestehen. Ich würde aber mal meinen, dass Claudius Maximus gegen mich die besseren Karten hat. Der Typ zweifelt nicht – der macht einfach. Nutze es auch für Dich.