Am Freitag ging der Wettbewerb der Remote Propfirma Tradeify zu Ende. Zeit für ein kleines Fazit, das doch erstaunliche Parallelen zu altbekannten Statistiken aufweist,
Weniger als 2 Promille…
Der Wettbewerb startete am 2.11.2025. Fast 14.000 Teilnehmer wetteiferten um die 200 Plätze, die ab dem 30.11.2025 mit Livekonten um die attraktiven Geldprämien buhlten. Insgesamt schüttete Tradeify 1 Mio aus. Die Teilnehmerzahl schmolz relativ schnell dahin, denn ab der zweiten Woche wurde radikal gesiebt. Wer nicht schnell genug mit Minis ballerte, hatte sowieso keine Chance, auch nur in die Nähe der Top 400 zu kommen. Angesichts der Tatsache, dass ein 50k Account mit einem Drawdown von 2.000 Dollar gehandelt werden musste war es schon erstaunlich, welche Beträge bereits nach 2 Wochen bei einigen auf dem Zettel standen. Letztlich war ein hoher 5stelliger Betrag nötig, um in die Endphase des Wettbewerbs zu kommen.
Soweit so gut und respektabel. Die Top 200 landeten alle im Bereich 20.000 + . Dies bei knapp 4 Wochen Demofieber.
Realität und Casino
Nun begann jedoch am 30.11.2025 die Nagelprobe. Nix Sim Fun, sondern ab in die Arena gegen alle…
Das Ergebnis ist ernüchternd und bestätigt im Grunde alle Statistiken der Propfirmen. Weniger als 3 %o sind dauerhaft profitabel. Wie sah es nun zum Ende des Live Wettbewerbs aus. Von den 200 Teilnehmern, die in den Wochen davor grandiose Gewinne im hohen 5stelligen Bereich einfuhren, waren letztlich nur 22 Händler/-innen profitabel. Insgesamt 40 schafften es, ihren Drawdown nicht zu reißen. Da sind die 20 Kollegen schon mitgezählt.
- 160 der 200 Teilnehmer flogen durch das Risikolimit
- 15 Händler erzielten einen respektablen Gewinn von mehr als 1.000 Dollar
- die Top3 erzielten mit einem Profit von 8.000 bis 40.000 Dollar hervorragende Ergebnisse
Schaut man jetzt mal auf den Massenstart vom 03.11.2025 mit knapp 14.000 Teilnehmer, dann bleiben 22 hängen, die profitabel am echten Markt waren. Das sind knapp 16 auf 10.000 oder 1,6 %o.

Nun müssen die übrigen Teilnehmer der Live Finals nicht traurig sein, denn es wurden auch an die Loser attraktive Prämien ausgereicht.

Ist der Wettbewerb sinnvoll?
Aus Sicht des Anbieters ist es natürlich eine grandiose Marketingidee mit hohem Unterhaltungswert. Wie so oft bei diesen Wettbewerben zählt jedoch nicht ein relativ realitätsnahes Trading mit Schwerpunkt Risikomanagement, sondern es geht nach dem Motto „Ich geb Gas, ich will Spaß“. Alles gut. Aber genau das ist ja das allgemeine Problem der Sim Funded Farmen der Propfirmen.
Letztlich zählt hier sicher der Marketingeffekt für die Jungs aus Florida und das haben sie ganz gut hinbekommen. Für „normale“ Trader ist es aber in meinen Augen reine Zeitverschwendung, es sei denn, man koppelt einen solchen Wettbewerbsaccount per Copytrade mit hoher Size an sein normales Tradingkonto.
Fazit:
Der Tradeify Grand Cup ist Geschichte und die Top 10 haben gut geliefert. Die Masse jedoch scheitert an der rauen Wirklichkeit des echten Futuresmarktes. In dieser Hinsicht bestätigte der Wettbewerb das, was wir ohnehin schon lange wissen – Nur die Harten kommen in den Garten 🙂
Auf ein Neues wahrscheinlich in 2026

































