Proptrading is here - The Trading Pit

Ein wesentliches Entscheidungskriterium für angehende Proptrader ist das Thema Profit Split.

Welche Verdienstmöglichkeiten bieten sich also, wenn man alle Hürden der Evaluation genommen hat und anfängt, seinen Handel in bare Münze umzuwandeln. Komischerweise ist das Thema Gewinnbeteiligung für viele Händler eines der wichtigsten Themen, nicht aber die Frage:

Wie lange kann mich die Firma im Erfolgsfall überhaupt bezahlen?

Damit sind wir auch schon bei einem wesentlichen Punkt, der von angehenden Proptradern gern übersehen oder einfach ignoriert wird. Leider wird zu oft der dritte vor dem ersten Schritt gemacht und das Fell des Bären verteilt, bevor er überhaupt erlegt ist.

In diesem Artikel gehe ich einmal auf eine Beispielrechnung ein, die dem Leser hoffentlich etwas Klarheit bringt und das Thema Profit Split vielleicht mit anderen Augen sehen lässt.

Welche Gewinnbeteiligungsmodelle haben Forex – und Futures Propfirmen?

Bei den Recruiter Propfirmen im Futureshandel liegen die üblichen Profit Split Modelle bei 70/30 bis 90/10, meist bei 80/20. Der Händler erhält also 80 % der erzielten Gewinne und die Firma vereinnahmt 20%. Apteros nimmt gar 60/40 und dies hat auch seine Berechtigung.

Die Masse der Forex und CFD Firmen, wie u.a. auch FTMO und MyForexFunds bewegen sich inzwischen auch bei 70/30 bis 90/10. The5%er teilen brüderlich 50/50 und die Newcomer TheTradingPit haben Profit Splits von 60/40 und 70/30.

Warum ist der Blick auf den Profit Split nicht unwichtig?

Wenn Du eine Geschäftsbeziehung eingehst, sollte diese ja möglichst von Dauer sein und der Geschäftspartner solvent. Solvent ist sozusagen das Gegenteil von insolvent. Das wäre dann der Fall, um es mit den Worten des hiesigen Wirtschaftsministers zu umschreiben, wenn Dein Partner zwar noch existent (auf dem Papier) ist, aber eben mal das Zahlen eingestellt hat. Kann er ja im Frühling wieder aufnehmen.

Nun ist die Frage, kann denn eine Remote Propfirma insolvent gehen? Ich denke, die verdienen sich alle dumm und dämlich? Hier würde die Antwort frei nach Sender Jerewan lauten: Ja, im Prinzip schon!

Der Risikofaktor bist eigentlich Du als erfolgreicher Händler. Warum ist das so?

Schauen wir dazu mal einige Beispielrechnungen – hier anhand eines Accounts von MyForexFunds an.

Die Ausgangssituation ist wie folgt:

  • Kontogröße 5.000 $
  • maximaler Drawdown 12 % oder 600 $.
  • Profitziel ist 250 $ oder 5 %
  • MFF nimmt für die 5k Evaluation 49 $

MFF hat laut Website 180.000 Kunden. In einem Interview aus Oktober 2022 sprach der CEO über die Erfolgsquote der Händler. Die war bei dem 2020 gegründeten und im März 2021 an den Start gegangenen Unternehmen am Anfang katastrophal, da viel One-Shot-Trader ihr Glück versuchten und sofort abstürzten. Das hat sich in den letzten Monaten etwas verbessert, jedoch gibt es aktuell gerade mal etwas über 200 Händler, sogenannte VIP’s, die mehr als 5 Payouts erhalten haben. Wir sprechen also von knapp über 1 Promille der Trader. Wir gehen also mal davon aus, dass 1 % der Händler die Evaluation schaffen und von diesen wiederum 10 % Geld verdienen.

Diese Größenordnung lege ich für die Berechnung zugrunde.

GebührEinnahmenMDDRisikoPTwinPS 90/10PS 80/20PS 60/40
Kunden180.000509.000.000
funded1.8006001.080.000
breached1.7826001.069.200
successfull18025045.0004.5009.00018.000
P&L Firma7.935.3007.939.8007.948.800
1 %o der Händler ist erfolgreich

Wie liest man die Tabelle?

Firma generiert von 180.000 Kunden je 50 $, macht 9 Mio Einnahmen. Von den 1.800 Tradern mit einem funded Konto fahren 99 % ihren Drawdown an die Wand. Macht einen Verlust für Firma von 1.069.200 $. Die verbleibenden Händler machen 1 %o der Ausgangsmasse aus und verdienen zumindest das Profitziel, hier also in Summe 45.000 $. Davon gehen anteilig Prozente an die Propfirma, die unterm Strich knappe 8 Mio $ verdient. Dies nur einmal zur Illustration. Da die Erfolgsquoten wohl in etwa die realen Zahlen im Forexbereich sind, kann man es schon als wahrscheinlich betrachten. Der Firma geht es also ganz gut.

Was nun aber, wenn sich die Erfolgsquote verbessert und gar einige sehr erfolgreiche Trader dabei sind?

Nehmen wir nun mal den wunderbaren Fall an, es bleiben unterm Strich nicht 1 Trader auf Tausend, sondern 1 Trader auf Hundert hängen…
Hier sind wiederum 180.000 am Start. Diesmal schaffen 10 % die Evaluation und von diesen verdienen 10 % Geld.

GebührEinnahmenMDDRisikoPTwinPS 90/10PS 80/20PS 60/40
Kunden180.000509.000.000
funded18.00060010.800.000
breached16.2006009.720.000
successfull1.800250450.00045.00090.000180.000
P&L Firma-675.000630.000-540.000
1.0001.800.000180.000360.000720.000
P&L Firma-540.000-360.0000
4.0007.200.000720.0001.440.0002.880.000
P&L Firma0720.0002.160.000
Szenarien bei 1 % Erfolgsquote

Wie unschwer zu erkennen kippt das Bild zulasten der Propfirma, sobald mehr Händler die Evaluation erfolgreich geschafft haben. Viele scheitern aber genau dann, wenn das erste Ziel für sie erreicht ist.

Wenn alle verbleibenden Händler das minimale Profitziel von 250 $ erreichen, macht das Unternehmen trotzdem noch mehr als eine halbe Million Verlust. Wird das Profitziel von allen um den Faktor 4 erhöht, schreibt der Split 60/40 eine schwarze Null. Erst bei einem Profit von je 4.000 $ aller verbliebenen Händler können auch die 90/10er aufatmen. Dann haben sie zumindest die Zeroline erreicht. 60/40 verdient aber dann schon gut 2 Mio $ und sichert Dir damit auch Deine Zukunft bei der Firma.

Wen sollte man also wählen ?

Tor 1, Tor 2 oder Tor 3?

Die Frage kannst Du Dir nur selbst beantworten, aber bitte ziehe diese Überlegungen einfach mal in Deine Entscheidung ein. Was nützt Dir ein 90/10 Profit Split, wenn der Laden in absehbarer Zeit pleite geht und Du nicht das erhältst, was Du Dir erarbeitet hast.

Die Mehrzahl der Firmen leben von den Verlusten der Kandidaten. Die Beispielrechnung kannst Du natürlich auch hoch skalieren, denn von den Kunden haben die Mehrzahl nicht nur eine Evaluierung gekauft und wahrscheinlich auch nicht nur die kleinste…

Wer ist mein Favorit?

Ich selbst habe mehrere funded Konten, sowohl bei Futures Propfirmen, als auch im Forex/CFD Sektor. Dazu gehören FTMO, Leeloo und ApexTraderFunding. Allen ist gemeinsam, dass man im funded Account weiter in Simulation handelt. Die Profit Splits betragen 90/10 und die Situation ist mir durchaus bewusst. Solange dies so funktioniert, ist auch alles in Butter. Trotzdem präferiere ich den Newcomer aus Liechtenstein, The Trading Pit.

Ja, sie haben Profit Split von 60/40 bzw. 70/30. Sie haben aber auch das, was viele andere nicht haben.

Eine solide finanzielle Basis mit einem professionellen Netzwerk im Background, für beide Seiten faire Konditionen und nicht zuletzt die besten Zukunftsaussichten für diejenigen, die professionelles Trading als ihr Business sehen.

Also, wenn ihr auf die Black Friday Aktion von The Trading Pit schaut, denkt auch mal über das Thema Profit Split etwas länger nach. Man will doch einen langen Weg gemeinsam gehen und nicht nur mal kurz ums Eck.

In diesem Sinne viel Erfolg

P.S. Was hat das Beitragsbild mit dem Thema Profit Split zu tun? Na ganz einfach, denke über den Tellerrand hinaus, sonst landet man noch an der Bushaltestelle in Ajaccio und ist genau jener…

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